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Alkohol

Wichtige Fakten und Zahlen

Mit Alkohol ist im allgemeinen Ethylalkohol (oder Ethanol/Äthanol) gemeint, der durch Vergärung unterschiedlicher Grundstoffe, wie Getreide, Früchte und Zuckerrohr, hergestellt wird. Alkohol wird über den Verdauungstrakt ins Blut aufgenommen und gelangt von dort aus ins Gehirn, wo er die Informationsübermittlung von Nervenzellen beeinflusst.

Experten sagen, dass es insgesamt keinen risikofreien Alkoholkonsum gibt. Die Wirkung des Alkohols ist von der aufgenommenen Menge und von den Trinkgewohnheiten des Betreffenden abhängig. In geringen Mengen kann Alkohol stimulierend, in höheren Mengen eher hemmend wirken.

Einer offiziellen Empfehlung zufolge bezeichnet man den Konsum von Alkohol als „risikoarm“, wenn ein Grenzwert von 12g Reinalkohol (z. B. ein Glas Biel à 0,3l oder ein Glas Wein à 0,125l) bei Frauen und 24g Reinalkohol (z. B. zwei Gläser Bier à 0,3l oder zwei Gläser Wein à 0,125l) bei Männern nicht überschritten wird. Wer diese Grenzwerte überschreitet, befindet sich bereits im Bereich des „riskanten“ Alkoholkonsums und riskiert damit alkoholbedingte Folgeschäden. Diese können verschiedene Organe betreffen, also körperlicher Natur sein, aber auch psychische Störungen gehören dazu. Sind Folgeschäden bereits nachweisbar, spricht man von einem „schädlichen“ Alkoholkonsum. Dieser kann auch durch regelmäßiges „Rauschtrinken“ gekennzeichnet sein.1

Insgesamt trinken 96,4% der deutschen Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren Alkohol. Der Pro-Kopf-Konsum lag 2016 bei 133,8 Litern. Damit könnte man eine ganze Badewanne füllen. Das zeigt, dass Alkohol für viele in unserem Land zum Alltag gehört. 1,61 Millionen Menschen in Deutschland trinken missbräuchlich, das heißt, dass sie körperliche, psychische und soziale Folgen in Kauf nehmen. 1,77 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren gelten sogar als alkoholabhängig. Jährlich sterben 74.000 Menschen an den Folgen u. a. ihres Alkoholkonsums. Das sind täglich über 200 Menschen.2

Alkoholkonsum belastet nicht nur die Person, die ihn trinkt, sondern auch ihr Umfeld. Das soziale Miteinander leidet oft erheblich darunter. Bei Schwangeren und Eltern ist diese „Mit-Belastung“ anderer besonders hervorzuheben. Während der Schwangerschaft birgt der Genuss von Alkohol eine große Gefahr für die Entwicklung des ungeborenen Kindes. Als Eltern kann die Vorbildfunktion gegenüber den Kindern dazu führen, dass die Kinder das Verhalten ihrer Eltern in Bezug auf Alkohol nachahmen.

Referenzen:

  • 1. AWMF online. S3-Leitlinie „Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen“. AWMF-Register Nr. 076-001.
  • 2. www.aktionswoche-alkohol.de. Aufgerufen am 09.12.2019.